2019 FAMILLES – BREHNA et visite de WITTENBERG

Cette année, ce fut à notre tour de nous rendre chez nos amis de BREHNA. Partis de SEMOY  en car le mercredi 29 mai au soir, nous sommes arrivés vers 11 h 30, après avoir comme tous les 2 ans pris notre petit-déjeuner à ALSFELD.

Thème de la rencontre

«Sur les pas d’illustres femmes historiques de nos régions pour Saxe Anhalt : Katharina von Bora épouse de Martin Luther – pour la région Centre : Jeanne d’Arc»

Le  DIAPORAMA  de notre rencontre a été projeté le 22 novembre 2019. Pour agrémenter cette projection et faire connaître notre jumelage aux jeunes et à leurs parents,  Monsieur Jean Claude Giffaut, directeur de l’école de musique de SEMOY , ses élèves  et deux professeurs ont joué plusieurs morceaux en ce jour de Sainte Cécile, patronne des musiciens…Ce moment musical était une première qui fut appréciée.

Le diaporama  réalisé par Pascal V, vous permettra de revivre les temps forts de cette rencontre

Liens vers le document rédigé par le comité de jumelage de Brehna sur la vie de Katharina von Bora et traduit par Annette

Das Leben von Katharina von Bora

traduction de la vie de Katharina von Bora

Liens vers le document rédigé par le comité de jumelage de Semoy sur la vie de Jeanne d’Arc et traduit par Annette

Sur les pas de Jeanne d’Arc

Auf den Spuren der Jeanne d’Arc 

Lorsque nous sommes arrivés le jeudi vers 12 h, un comité d’accueil nous attendait. Après des retrouvailles chaleureuses et la présentation du programme, chacun est reparti avec sa famille d’accueil. L’après-midi était réservée aux familles. En cette « journée des Hommes = Männertag », certains ont découvert le «  Irrgarten » à   Altjeßnitz, ou bien le parc Wörlitz , la vieille ville de Halle , le site de  Nebra, et Landsberg.

Une excursion dans la ville de Luther à Wittenberg était programmée pour le vendredi.

Une guide passionnée et passionnante, maîtrisant parfaitement le français,  nous a fait découvrir la ville et la vie de Martin Luther et Katharina von Bora son épouse.

Lien vers une vidéo de ARTE sur LUTHER ( attention il y a quelques secondes de publicité juste avant)
https://www.arte.tv/fr/videos/085588-000-A/quand-luther-a-converti-l-allemagne/   

Le samedi, après l’inauguration du cadran solaire près de l’église, Léopold BÖHM nous a accueilli  à l’église d’autoroute de BREHNA.  La vie de ces deux femmes d’exception Katharina von Bora et Jeanne d’Arc  nous a été présentée en français et en allemand. Cette présentation était agrémentée d’interludes d’orgue. Cette présentation a été  suivie d’un délicieux goûter de glaces artisanales.

Pour clore la journée, après le discours des maires et la remise des cadeaux une soirée dansante a permis de renforcer les liens d’amitié.

Le dimanche matin, après les photos de groupe, les « au revoir », il était déjà temps de songer au retour vers SEMOY. Durant ce week-end de l’Ascension ensoleillé et chaud, les familles françaises étaient accueillies par des familles allemandes, qui depuis le temps sont bien souvent devenues des amies et nous avons partagé de beaux moments chaleureux et de complicité.

 

Texte rédigé par Gdrun:

Herzlich Willkommen in Brehna wurden unsere französischen Gäste geheißen, die vom 30. Mai bis 02. Juni 2019 bei uns weilten, um ihre Freunde wieder zu sehen, um unseren Ort, unsere Stadt mit einem gewichtigen Teil der Geschichte und den dazu gehörenden Orten kennen zu lernen. Ein kleiner Empfang mit herzlichster Begrüßung durch uns ließ unsere Gäste schnell munter werden nach den vielen Stunden der Busfahrt. Der Austausch vieler kleiner Informationen, die Übergabe des Programms zu unserem diesjährigen Thema „Auf den Pfaden bedeutender historischer Frauen unserer Regionen: Sachsen-Anhalt – Katharina von Bora, Region Centre Jeanne d’Arc“ klärte die restlichen organisatorischen Fragen.

Donnerstag

Schon an diesem, „unserem Männertag“ hatten die Familien mit ihren Gästen viel vor. In näherer Umgebung zeigten die Gastgeber städtebauliche Veränderungen unseres Ortes und suchten altbekannte Gastgeber auf, andere bemühten sich gemeinsam mit der Stadt darum, dass Bürgermeister Laurent Baude unsere Stadt in Sandersdorf mit seinem Rathaus und Nebengebäude sowie Sportplatz und Paul-Othma-Haus kennen lernte, andere Familien suchten den Irrgarten Altjeßnitz bzw. den Wörlitzer Park auf, wieder andere zeigten den Gästen unsere schöne alte Stadt Halle (Saale) in der es auch für uns immer wieder etwas neues zu entdecken gibt. Auch nach Nebra, dem Ort des Fundes der Himmelsscheibe und Landsberg, mit seiner romanischen Doppelkapelle und dem Felsenbad galt ein Besuch mit den Gästen.

Der Freitag war unser gemeinsamer Ausflugstag nach Wittenberg. Um diesen Tag rundum angenehm für alle zu organisieren, haben Kathrin Korth, Ruth Sommerfeld, Marina Gold sowie Susanne Quinque unserer Mitglieder der Arbeitsgruppe lange gerungen.

Bepackt mit vollen Picknickkörben fanden wir neben unseren französischen Gästen im Bus Platz. Nach der ausgeruhten Fahrt begannen die beidsprachigen Führungen durch die historischen Altstadt Wittenberg am Lutherhaus, vorbei am Melanchthon Haus, Universitätsgarten bis zur Stadtkirche St. Marien. Uns gefielen die Ausstellungstafeln in dieser Kirche. Schön war u.a. auch zu erfahren, dass diese Kirche nie bauliche Veränderungen erfahren hatte. Wir traten in das daneben liegende Bugenhagen Haus und speisten im Katharinensaal unser Picknick-Dinner an großen quadratischen Tischen. Eine stellte sich Gemütlichkeit ein und war für alle eine erholsame Stunde! Frisch gestärkt wurden wir dann gefordert, unseren Wissensbedarf im weiteren Verlauf der Führungen zu stillen.

Vom Bugenhagener Haus über den Marktplatz entlang der Cranach Apotheke, den Cranacher Höfen bis zur Schlosskirche erfuhren wir einfach so viel Interessantes, dass die Zeit im Nu verflogen war. Unsere Gäste bestaunten die Thesen-Tür der Schlosskirche, seinen Aussichtsturm, entdeckten die Tourist-Information und gleich anschließend gab es eine geführte Besichtigung der Schlosskirche.

Das war eine Meisterleistung der Tourismusreferentinnen. Sie gaben gern zu , dass sie bei weitem nicht all ihr Wissen um die Altstadt, um Luther und die Reformation preisgegeben haben.

Wir dankten den Führerinnen von Herzen und nutzen die verbleibende Zeit um mit den Gästen kleine Wünsche zu erfüllen. Einige der Gäste bestiegen den Schlossturm, besichtigten etwas in der näheren Umgebung, andere wünschten sich in ein Straßencafé zu setzten oder durch die Straßen und Geschäfte zu bummeln. Viel Zeit bis zum Abendessen war nicht mehr geblieben.

Dieses gab es dann im Gasthaus „Zum goldenen Anker“. Dort genossen wir die sonnige Wärme am Elbufer, fanden ein Plätzchen, um die Stille in der Natur am Wasser zu genießen, um zu plaudern. Das vorbereitete warme Abendessen bereits fertig, es machte Appetit. Im Anschluss beendeten wir den gemeinsamen Ausflugstag mit der Busheimfahrt. In den Familien war noch Zeit um auf dem Balkon oder der Terrasse zu sitzen, den warmen sonnigen Abend bei Blumenpracht und einem kühlen Bier oder einem Gläschen Wein ausklingen zu lassen.

Der Sonnabend war der Würdigung unserer bedeutenden historischen Frauen bei einer Festveranstaltung in unserer Stadt- und Klosterkirche Brehna gewidmet. Nach der Besichtigung der Katharina von Bora – Sonnenuhr begrüßte Leopold Böhm in der Kirche den Organist u. Gunther Ecke, die Referentinnen von Semoy: Michèlle Ferrier und Annette Montenot und von Brehna: Chistiane Gold und Gudrun Weise sowie alle Gäste in der Kirche. Vor und zwischen und nach den zweisprachigen Vorträgen begleitete der Künstler musikalisch mit Orgelepisoden, die mal aufbrausend, mal besinnlich waren. Am Ende seiner Aufführungen gab es donnernden und nicht endenden Applaus. Wir wurden mit einer längeren Zugabe belohnt. Die Besucher der Kirche waren zufrieden. Es blieb noch etwas Zeit, um die Bildtafeln zu Katharina von Bora und den selbst angefertigten von Jeanne d’Arc zu besichtigen. Dabei ergab sich ein reger Gedankenaustausch.

Frauen hatten damals nicht die Rechte einer Frau von heute. Was eine Frau tat, sagte oder schrieb war nicht bedeutend und wurde von den Eheleuten, der Gesellschaft nicht bewahrt. So gibt es kaum historische Aufzeichnungen zu Frauen. Viele Frauen, die mutig waren lebten sehr gefährlich, wurden zu Ketzerinnen deklariert, verleumdet, umgebracht. Die Größe unserer beiden Frauen ergab sich aus historischen Daten, Lebensdaten, Gerichtsprozessen, Briefen von Luther an seine Frau und an andere Personen, Tischreden Luthers mit Aussagen über seine Katharina und vielen weiteren Puzzles. In Romanen und Berichten im Internet finden sich oft fantastische Informationen, die nicht biographisch genutzt werden können.

Jede Familie erhielt die zweisprachigen Ausführungen mit dem Vortrag, den Lebensdaten und den geschichtlichen Hintergründen. Wer weiß von uns schon im Detail, wie das Leben der Frauen und die gesellschaftlichen Umstände in dieser Zeit waren, wie wenig Rechte eine Frau besaß, egal ob sie verheiratet, nicht verheiratet oder verwitwet war, wie die Pest in dieser Zeit alle Jahre neu gewütet hat und wie die Kriege in dieser Zeit neben dem Leben und Wirken der Frau/en das Leben erschwerte. Und trotz dieser Umstände leisteten diese beiden Frauen Großartiges.

Diese Festveranstaltung mit Orgelkonzert, Vorträgen, Übersetzungen, Zusammenstellern der Broschüre und Anfertigen der Tafeln waren liebevoll, ehrfürchtig und für alle Besucher angenehm vorbereitet worden.

Zum Abschluss unserer Begegnung trafen wir uns im Kultur- und Sportzentrum. Festreden, Geschenkaustausche, Dankesworte an alle Organisierenden und Helfenden von den Bürgermeistern Bernd Hubert und Laurent Baude, Abendbuffet mit selbst gemachten Salaten, warmen Buffet, Kaffee und Kuchen, Musik und Tanz sowie Sport und Spiel ließen den Abend schnell vergehen.

So reisten unsere Gäste dann am Sonntag Morgen mit viel Gepäck und Geschenken bei wieder schönem Wetter in Richtung Heimat, nach Frankreich, nach Semoy. Wir waren wieder froh, als die Nachricht kam: „Sind gegen zwei Uhr Morgens gut zuhause angekommen“.

Schon jetzt wird im Stadtrat und der Arbeitsgruppe in Semoy und in Sandersdorf-Brehna über eine Begegnung im 25. Jahr des Bestehens der Partnerschaft nachgedacht denn ein Jahr ist schnell vorbei!

Gudrun Weise